In den vergan­ge­nen Tagen wurde ich mehr­mals gefragt, ob Kurz­ar­beit für den gesam­ten Betrieb einge­führt werden muss oder ob diese auf einzelne Arbeit­neh­mer beschränkt werden kann.

Kurz­ar­beit wird für den Betrieb oder einen Betriebs­teil bewil­ligt (und nicht für den einzel­nen Arbeit­neh­mer). Der für die Bewil­li­gung erfor­der­li­che Arbeits­aus­fall muss (je Abrech­nungs­pe­ri­ode) mindes­tens 10% der Arbeits­stun­den ausma­chen, die von den Arbeit­neh­mern des Betriebs (oder des Betriebs­teils) insge­samt geleis­tet werden. Für die Berech­nung des Mindest­ar­beits­aus­falls sind demnach alle Arbeit­neh­men­den zu berück­sich­ti­gen, für die grund­sätz­lich Kurz­ar­beits­ent­schä­di­gung geltend gemacht werden könnte. Um den Mindest­aus­fall zu berech­nen, der für die Bewil­li­gung der Mass­nahme notwen­dig ist, werden also alle Mitar­bei­ter im Betrieb oder im Betriebs­teil berück­sich­tigt, für die Kurz­ar­beits­ent­schä­di­gung geltend gemacht werden könnte (=anspruchs­be­rech­tigte Arbeitnehmer).

Das bedeu­tet nun aber nicht, dass Kurz­ar­beit auch für alle Mitar­bei­ter des Betriebs oder des Betriebs­teils (für welche es bean­tragt wird) gilt. Es ist zu unter­schei­den zwischen der Berech­nung des Arbeits­aus­falls, für den alle anspruchs­be­rech­ti­gen Arbeit­neh­mer berück­sich­tigt werden und der Voraus­set­zung dafür ist, dass über­haupt eine Bewil­li­gung erteilt wird, und den Arbeit­neh­mern, die davon tatsäch­lich betrof­fen sind. Der Arbeit­neh­mer muss damit auch einver­stan­den sein. Aus diesem Grund muss in der Voranmel­dung von Kurz­ar­beit, die dem kanto­na­len Arbeits­amt einzu­rei­chen ist, die Anzahl der von der Mass­nahme betrof­fe­nen Arbeit­neh­mern ange­ge­ben und muss das von den betrof­fe­nen Arbeit­neh­mern zu unter­zeich­nende Formu­lar («Zustim­mung zur Kurz­ar­beit») als Beilage zur Voranmel­dung einge­reicht werden.

Bei den davon betrof­fe­nen Arbeit­neh­mern können sodann auch unter­schied­li­che Grade von Kurz­ar­beit resul­tie­ren (der indi­vi­du­elle Arbeits­aus­fall kann unter­schied­lich ausfal­len). Abschlies­sen ist darauf hinzu­wei­sen, dass die kanto­na­len Arbeits­äm­ter auf ihren Websei­ten spezi­elle «COVID-19»- Formu­lare zur Verfü­gung gestellt haben.

Benö­ti­gen Sie mehr Infor­ma­tio­nen? Zögern Sie nicht, direkt mit uns in Kontakt zu treten.