Bewährungsfrist im privaten Arbeitsrecht

//Bewährungsfrist im privaten Arbeitsrecht

Bewährungsfrist im privaten Arbeitsrecht

Im priva­ten Arbeits­recht gilt der Grund­satz der Kündi­gungs­frei­heit. Dies bedeu­tet, dass der Arbeit­ge­ber das Arbeits­ver­hält­nis unter Einhal­tung der Kündi­gungs­frist auf den Kündi­gungs­ter­min kündi­gen kann, ohne einen sach­li­chen Grund für die Kündi­gung zu haben und ohne dem Arbeit­neh­mer vorher eine Bewäh­rungs­frist ange­setzt zu haben, wie das im Gegen­satz zum priva­ten Arbeits­recht viele öffent­lich-recht­li­che Perso­nal­ge­setze vorse­hen. Wenn der Arbeit­ge­ber dem Arbeit­neh­mer aber frei­wil­lig eine Bewäh­rungs­frist ansetzt, darf er vor Ablauf dieser Bewäh­rungs­frist das Arbeits­ver­hält­nis nicht einfach kündi­gen. Tut er dies trotz­dem, kann das zur Miss­bräuch­lich­keit der Kündi­gung führen, weil dem Arbeit­ge­ber ein falsches und versteck­tes Spiel zum Vorwurf gemacht werden kann (Arbeits­ge­richt ZH, Entscheide 2014, Nr. 16).

2017-04-06T17:14:56+00:00